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Online-Kurs verkaufen über deinen Link in der Bio (ohne teure Kursplattform)

Schritt für Schritt zu deinem ersten Online-Kurs: Thema finden, aufnehmen, Preis festlegen und direkt aus deiner Bio verkaufen – ohne teure Plattform, ohne Technik-Chaos und ohne 100.000 Follower.

KurseMonetarisierungAnleitung

Wer eine Weile Content macht, bekommt irgendwann immer dieselbe Nachricht. Mal als DM, mal als Kommentar unter einem Reel: „Hast du dazu einen Kurs?"

Die ehrliche Antwort der meisten: „Nein, aber ich hab schon drüber nachgedacht." Dann öffnen sie eine Kursplattform, sehen den Preis von 150 Euro im Monat, schauen sich ein 40-minütiges Onboarding-Video über Funnels und Upsell-Sequenzen an – und schliessen den Tab wieder.

Dieser Guide ist für genau diesen Moment. Du brauchst keine Kursplattform, um einen Kurs zu verkaufen. Du brauchst eine klare Idee, ein Handy oder einen Laptop mit ordentlichem Mikrofon und einen Ort, an dem du bezahlt wirst und den deine Community sowieso jeden Tag besucht: deinen Link in der Bio.

Wir gehen alles durch – vom richtigen Thema bis zur ersten Woche nach dem Launch. Es ist ein langer Text, also hol dir einen Kaffee. Und spring ruhig zu den Teilen, die du gerade brauchst.

Erst mal ein Realitätscheck: Was ist eigentlich ein „Kurs"?

Bei „Online-Kurs" denken viele an etwas Riesiges. Zwölf Module, hundert Lektionen, Arbeitsbücher, eine private Community, ein Zertifikat am Ende.

Das ist eine Art Kurs. Und zwar die Art, für die man sechs Monate braucht und die oft nie fertig wird.

Die Kurse, die sich für kleine und mittelgrosse Creator am besten verkaufen, sind meistens viel kleiner. Sie lösen ein konkretes Problem für eine konkrete Person – und zwar in einem Nachmittag oder an einem Wochenende. Zum Beispiel:

  • „Dein erstes YouTube-Video in DaVinci Resolve schneiden – in 90 Minuten"
  • „Der 5-Tage-Plan, mit dem dein Sauerteig endlich funktioniert"
  • „Notion für Freelancer: dein Kundensystem an einem Abend aufsetzen"
  • „Nährwerttabellen lesen lernen in 30 Minuten – mit echten Beispielen aus dem Supermarkt"

Nichts davon ist episch. Aber für alles davon zahlen Menschen gerne 29 bis 149 Euro, weil das Ergebnis konkret ist und der Zeitaufwand machbar wirkt.

Bevor du also irgendetwas planst: Verabschiede dich von der Idee, dass dein Kurs gross sein muss, um Geld wert zu sein. Klein und fertig schlägt gross und ausgedacht. Jedes Mal.

Schritt 1: Finde den Kurs, nach dem du schon gefragt wirst

Das beste Kursthema ist fast nie das, auf das du selbst am meisten Lust hast. Es ist das, wonach dich die Leute immer wieder fragen.

So findest du es. Nimm dir 20 Minuten und geh durch:

  • Deine DMs – was wollen die Leute von dir wissen?
  • Deine Kommentare – unter welchen Posts steht „Moment, wie hast du das gemacht?"
  • Deine Speicherungen und Shares – welche Posts werden gespeichert? Speichern ist ein leises „Das will ich später lernen".
  • Fragen, die du immer wieder beantwortest – wenn du dieselbe Erklärung fünfmal getippt hast, ist das eine Lektion.

Schreib jede Frage in eine Liste. Noch nicht sortieren. Nach einer Weile siehst du, dass dieselben Themen immer wiederkommen. Genau dieses Cluster ist dein Kurs.

Wenn nichts heraussticht, frag direkt. Poste eine Story mit Fragebox: „Wenn ich einen kurzen Kurs machen würde – was sollte er dir beibringen?" Du bekommst Antworten, und vor allem bekommst du sie in den Worten deiner Community. Die verwendest du später wieder, wenn du deine Verkaufsseite schreibst.

Grenz es ein, bis es sich ein bisschen unbequem anfühlt

Sobald du ein Thema hast: eingrenzen. Und dann noch einmal.

„Fotografie" ist ein Thema. „Handyfotografie" ist eine Nische. „Eigene Produktfotos für Etsy mit dem iPhone" ist ein Kurs. Die engere Version ist leichter zu erstellen, leichter zu beschreiben und leichter zu kaufen – weil die Person, die sie liest, sofort weiss, ob sie gemeint ist.

Ein hilfreicher Test: Kannst du diesen Satz ohne das Wort „und" beenden?

Dieser Kurs hilft [konkrete Person], von [wo sie jetzt steht] zu [konkretes Ergebnis] zu kommen.

„Dieser Kurs hilft Etsy-Verkäufern, von verwackelten Küchentisch-Fotos zu klaren, hellen Produktbildern zu kommen – nur mit dem Handy." Das ist ein Kurs.

Schritt 2: Plane den Kurs rückwärts vom Ergebnis aus

Jetzt, wo du das Ergebnis kennst, planst du den Kurs rückwärts. Frag dich: Welche 3 bis 6 grossen Schritte muss jemand gehen, um von seinem jetzigen Stand zu diesem Ergebnis zu kommen?

Jeder dieser Schritte wird ein Modul. Jedes Modul bekommt ein paar kurze Lektionen.

So sieht das für den Etsy-Fotokurs aus:

  1. Modul 1: Dein Setup – der Fenster-Trick, günstige Hintergründe, das eine Zubehörteil, das sich lohnt
  2. Modul 2: Deine Handy-Einstellungen – Fokus und Belichtung fixieren, Gitterlinien, warum du nie zoomen solltest
  3. Modul 3: Fotografieren – Perspektiven, die verkaufen, eine ganze Produktlinie in einer Session
  4. Modul 4: Bearbeiten – eine Fünf-Minuten-Bearbeitung in einer Gratis-App, einheitliche Farben
  5. Modul 5: Die Fotos nutzen – Formate für Etsy und Instagram, eine einfache Shot-Liste für jedes neue Produkt

Das war's. Fünf Module, vielleicht 15 bis 20 Lektionen. Absolut machbar.

Diagramm: ein Kurs, rückwärts geplant – vom Ausgangspunkt der Teilnehmenden über fünf Module (Setup, Handy-Einstellungen, Fotografieren, Bearbeiten, Fotos nutzen) bis zum Ergebnis: klare, helle Produktfotos, mit dem Handy aufgenommen.

Ein paar Regeln, die deine Gliederung besser machen:

  • Eine Idee pro Lektion. Wenn eine Lektion zwei Dinge behandelt, teil sie auf. Kurze Lektionen fühlen sich nach Fortschritt an – und Fortschritt hält die Leute dran.
  • 3 bis 10 Minuten pro Lektion. Lange Lektionen werden in der Mitte abgebrochen.
  • Ein schneller Erfolg im ersten Modul. Etwas, das man in den ersten 15 Minuten umsetzen kann und ein Ergebnis sieht. Dieser erste Erfolg sorgt dafür, dass man dem Rest des Kurses vertraut.
  • Alles „Nice to know" streichen. Wenn es nicht zum Ergebnis führt, kommt es in einen Bonus – oder fliegt raus.

Schreib die Gliederung zuerst in ein einfaches Dokument. Öffne keine Software, bevor du damit zufrieden bist.

Schritt 3: Aufnehmen – mit dem, was du schon hast

An diesem Punkt machen sich die meisten zu viele Gedanken. Halten wir es einfach.

Du brauchst kein Studio. Du brauchst:

  • Guten Ton. Schlechter Ton vertreibt Leute viel schneller als mittelmässiges Bild. Ein Ansteckmikrofon fürs Handy für 20 bis 40 Euro ist das beste Upgrade überhaupt. Nimm in einem Raum mit weichen Sachen auf (Sofa, Vorhänge, Teppich), das reduziert Hall.
  • Gutes Licht. Setz dich mit dem Gesicht zum Fenster. Das ist ehrlich gesagt schon das meiste.
  • Eine stabile Kamera. Ein Handy auf einem günstigen Stativ reicht. Für Lektionen, in denen du in die Kamera sprichst, reicht auch eine Laptop-Webcam, wenn das Licht stimmt.
  • Bildschirmaufnahme, falls du Software erklärst. Loom, OBS und die eingebauten Rekorder von Mac und Windows funktionieren alle.

Gesicht, Bildschirm oder beides?

Wähl das Format, das zu deinem Thema passt:

  • Bildschirmaufnahmen für Software, Tabellen, Design-Tools – alles am Computer.
  • Über-die-Schulter- oder Draufsicht-Aufnahmen für praktische Skills: Kochen, Zeichnen, Handwerk, Instrumente.
  • Du vor der Kamera für Mindset, Strategie und das Erklären von Konzepten. Halt diese Teile kurz – 15 Minuten nur ein sprechendes Gesicht sind anstrengend.

Mischen ist super. Ein kurzes Intro vor der Kamera zu jedem Modul und danach die praktischen Lektionen – das funktioniert richtig gut und macht den Kurs persönlich.

Schreib kein Wort-für-Wort-Skript

Skripte klingen nach Skripten. Schreib stattdessen Stichpunkte für jede Lektion und sprich sie durch, als würdest du es einer Freundin am Telefon erklären. Wenn du dich verhaspelst: kurz Pause, durchatmen, Satz neu anfangen. Den Fehler kannst du später rausschneiden – oder einfach drinlassen. Niemand erwartet eine Moderatorin aus dem Fernsehen. Die Leute erwarten jemanden, der sich auskennt und erkennbar ein echter Mensch ist.

Am Stück aufnehmen hilft enorm. Lieber ein ganzes Modul pro Session als jeden Tag eine Lektion. Du kommst in einen Rhythmus, und die Lektionen wirken einheitlich.

Wo die Videos liegen

Jetzt kommt der Teil, der dir viel Geld spart: Du musst die Videos nicht selbst hosten.

Lade jede Lektion als „Nicht gelistet" auf YouTube hoch, oder auf Vimeo oder Loom. Nicht gelistete YouTube-Videos tauchen weder in der Suche noch auf deinem Kanal auf; nur wer den Link hat, kann sie sehen. Diese Videos bettest du dann in deinen Kurs ein.

Kann jemand einen nicht gelisteten Link weitergeben? Ja. Lohnt es sich, sich darüber jetzt Sorgen zu machen? Ehrlich gesagt nein. Wer nach einem geleakten Link zu deinem 49-Euro-Kurs sucht, hätte ihn sowieso nie gekauft. Wer kauft, zahlt für die Struktur, die Reihenfolge, das „Genau das machst du als Nächstes". Das ist das Produkt – nicht die Videodateien.

Bei Lynq nimmt jede Lektion einen YouTube-, Vimeo- oder Loom-Link und bettet ihn im Kursplayer ein. Du zahlst also nie für Speicherplatz oder Bandbreite.

Schritt 4: Die Extras, die den Kurs komplett machen

Die Videos sind der Kern, aber ein paar kleine Extras lassen einen Kurs viel wertvoller wirken als seine Laufzeit:

  • Notizen zur Lektion. Eine kurze schriftliche Zusammenfassung unter jedem Video: die wichtigsten Schritte, die Einstellungen, die erwähnten Links. Die Leute lieben es, querlesen zu können, statt alles nochmal anzuschauen.
  • Material. Checklisten, Vorlagen, Spickzettel, eine Shot-Liste, eine Tabelle. Verlinke sie direkt in der passenden Lektion.
  • Eine „Starte hier"-Lektion. Zwei Minuten: Was der Kurs abdeckt, wie lange er dauert, wie man am meisten rausholt. Das setzt Erwartungen und erspart dir „Ich bin verloren"-Mails.
  • Eine „Wie geht's weiter?"-Lektion zum Schluss. Wohin sollen die Teilnehmenden jetzt? Das ist auch der natürliche Ort, um dein nächstes Produkt, eine Mitgliedschaft oder ein 1:1-Gespräch zu erwähnen.

In Lynq hat jede Lektion neben dem Video Platz für Notizen und eine Liste mit Material-Links. So bleibt alles zu einer Lektion an einem Ort.

Schritt 5: Preis festlegen (und aufhören, dich damit zu quälen)

Beim Preis erstarren die meisten. Ein paar praktische Richtwerte:

  • Kurze, fokussierte Kurse (1–2 Stunden): meist irgendwo bei 29–79 €.
  • Tiefere Kurse (3–6 Stunden mit Material): oft 79–199 €.
  • Kurse mit klarem finanziellen Ergebnis (Kunden gewinnen, Preise erhöhen, einen Job bekommen) dürfen mehr kosten, weil der Wert für die Käufer leicht zu sehen ist.

Und ein paar ehrliche Wahrheiten zum Thema Preis:

Du wirst ihn wahrscheinlich zu niedrig ansetzen. Fast alle, die ihren ersten Kurs machen, tun das. Wenn du zwischen zwei Preisen schwankst, nimm den höheren. Einen Rabatt kannst du immer geben; einen bekannten Preis anzuheben ist viel schwerer.

Runde Preise funktionieren. Du brauchst keine 47,97 € statt 49 €. Im deutschsprachigen Raum wirken krumme „Psychopreise" sogar schnell nach Teleshopping. Nimm, was sich natürlich aussprechen lässt.

Preis nach Ergebnis, nicht nach Laufzeit. „Sind 90 Minuten Video 79 € wert?" ist die falsche Frage. „Sind gute Produktfotos für meinen Shop 79 € wert?" ist die richtige.

Launch-Rabatte sind dein Freund. Ein Launch-Preis für die ersten Tage („59 € bis Freitag, danach 79 €") gibt einen Grund, jetzt zu kaufen statt „später" – und später heisst meistens nie. Lynq hat Rabattcodes eingebaut, du kannst also etwas wie LAUNCH20 mit Ablaufdatum und begrenzter Anzahl anlegen.

Schritt 6: Auf deinen Link in der Bio stellen

Hier zahlt sich das Verkaufen aus der Bio richtig aus. Deine Community muss nicht auf eine fremde Website, die sie noch nie gesehen hat. Sie tippt auf den Link, den sie schon kennt, sieht den Kurs und kauft ihn.

Bei Lynq sieht die Einrichtung so aus:

  1. Auszahlungen verbinden. Lynq nutzt Stripe Connect, das Geld landet also direkt auf deinem eigenen Stripe-Konto. Wenn du Stripe noch nie benutzt hast, dauert die Einrichtung etwa zehn Minuten. Halte deinen Ausweis und deine Bankdaten (IBAN) bereit.
  2. Kurs anlegen im Bereich Kurse deines Dashboards. Gib ihm einen Titel, eine Beschreibung und ein Titelbild.
  3. Module und Lektionen hinzufügen. Video-Links einfügen, Notizen und Material ergänzen, alles in die richtige Reihenfolge ziehen.
  4. Preis und Währung festlegen (zum Beispiel Euro oder Franken).
  5. Veröffentlichen. Kurse bleiben unsichtbar, bis du sie freischaltest. Du kannst also in Ruhe alles aufbauen und erst live gehen, wenn du bereit bist.
Der Kurs-Editor von Lynq mit nummerierten Modulen, jeweils mit Lektionen und einem Button zum Hinzufügen weiterer Lektionen.
Module und Lektionen im Kurs-Editor von Lynq. Per Drag-and-drop sortieren, Notizen und Material zu jeder Lektion ergänzen.

Sobald er veröffentlicht ist, erscheint der Kurs auf deiner Seite neben deinen Links und anderen Produkten. Du kannst ihn an jede beliebige Stelle ziehen. Wenn du gerade launchst: ganz nach oben damit.

Eine Kurs-Verkaufsseite auf dem Handy: Titelbild, Titel, kurze Beschreibung, ein Preis mit Kaufen-Button und ein Feld für Rabattcodes.
Das sehen Käufer: die Kursseite mit Preis, Beschreibung und Rabattcode-Feld.

Was passiert, wenn jemand kauft

Dieser Teil ist wichtig, denn ein holpriger Kaufprozess killt Verkäufe.

Wer auf den Kurs tippt, bezahlt mit Karte, Apple Pay oder Google Pay – ohne Konto anzulegen, ohne Passwort. Direkt nach der Zahlung gibt es Zugang zum Kursplayer und eine E-Mail mit einem privaten Zugangslink, damit man jederzeit und von jedem Gerät zurückkommen kann. (Und wenn jemand diese Mail unweigerlich verliert, kann er sich mit der Kauf-E-Mail-Adresse selbst einen neuen Link schicken lassen, statt dir zu schreiben.) Der Fortschritt wird gespeichert, sobald Lektionen als erledigt markiert werden.

Der Kursplayer: Lektionen nach Modulen in einer Seitenleiste mit Häkchen für erledigte Lektionen, ein Video zur ausgewählten Lektion, Notizen und ein Fortschrittsbalken bei 23 Prozent.
Der Kursplayer nach dem Kauf. Teilnehmende sehen ihren Fortschritt und machen dort weiter, wo sie aufgehört haben.

Ausserdem landen Käufer in deiner Abonnentenliste – leise einer der wertvollsten Teile des Ganzen. Wer bei dir gekauft hat, ist viel mehr wert als ein Follower. Diese Person hat dir schon einmal Geld anvertraut.

Schreib die Beschreibung wie ein Mensch

Deine Kursbeschreibung ist deine Verkaufsseite. Sie muss nicht lang sein. Sie muss fünf Fragen beantworten:

  1. Für wen ist das? („Für Etsy-Verkäufer, die ihre Produktfotos selbst machen")
  2. Was können sie danach? (das konkrete Ergebnis)
  3. Was steckt drin? (Liste die Module auf – Menschen sehen gern die Struktur)
  4. Wie lange dauert es? („Etwa 2 Stunden Video plus eine Shot-Liste zum Ausdrucken")
  5. Warum du? (ein, zwei Sätze – deine Erfahrung, deine Ergebnisse, nicht deine Lebensgeschichte)

Erinnerst du dich an die Antworten aus der Fragebox in Schritt 1? Nimm genau diese Formulierungen. Wenn jemand seine eigenen Worte in deiner Beschreibung liest, fühlt es sich an, als wäre sie für ihn geschrieben. Weil sie es ist.

Schritt 7: Launch wie ein Mensch, nicht wie eine Marketingabteilung

Du brauchst keinen Webinar-Funnel. Du musst deiner Community klar und mehr als einmal sagen, dass es das, wonach sie gefragt hat, jetzt gibt.

Ein einfacher Launch über eine Woche:

  • Ein paar Tage vorher: Teil Behind-the-Scenes-Clips von den Aufnahmen. Erwähne, dass ein Kurs kommt und worum es geht. Bitte die Leute, zu kommentieren oder zu antworten, wenn sie Bescheid bekommen wollen. Das baut Vorfreude auf und gibt dir eine Liste von Interessierten.
  • Launch-Tag: Ein Haupt-Post (Reel, Karussell, Video – was bei dir am besten läuft), der erklärt, was der Kurs ist, für wen er ist und was der Launch-Preis ist. Story mit Link. Anpinnen. Mail an deine Liste, falls du eine hast.
  • Tag 2–4: Teil jeden Tag einen nützlichen Tipp aus dem Kurs. Ein kleines Stück zu unterrichten ist die beste Werbung für den Rest.
  • Tag 5–6: Teil erste Reaktionen (mit Erlaubnis) und beantworte häufige Fragen in Stories: „Brauche ich eine gute Kamera?" „Wie lange habe ich Zugriff?"
  • Letzter Tag des Launch-Preises: Eine klare, ehrliche Erinnerung. „Heute Abend endet der Launch-Preis." Keine fake Countdown-Timer nötig.

Und dann – das ist wichtig – erwähne ihn auch nach der Launch-Woche weiter. Die meisten launchen einmal, verkaufen ein paar Tage gut und reden dann nie wieder darüber. Deine Community wächst ständig, und viele verpassen Posts. Erwähne den Kurs regelmässig in deinem Content, lass ihn oben auf deiner Seite, dann verkauft er sich leise im Hintergrund weiter.

Schritt 8: Mit echtem Feedback verbessern

Deine erste Version wird nicht perfekt sein. Das ist okay, das ist normal, so entsteht jeder gute Kurs.

Wenn die ersten Teilnehmenden durch sind:

  • Frag, was unklar war. Eine kurze Mail: „An welcher Stelle bist du hängen geblieben?" Die Antworten zeigen dir genau, welche Lektion du neu aufnehmen oder besser erklären solltest.
  • Schau, wo Leute aufhören. Wenn viele nach Modul 2 stoppen, ist Modul 3 vielleicht zu lang oder ein zu grosser Sprung.
  • Ergänze, wonach gefragt wird. Wiederkehrende Fragen werden zu neuen Lektionen oder neuem Material.
  • Sammle Erfolge. Wenn dir jemand schreibt „Das hat funktioniert!", frag, ob du es teilen darfst. Echte Ergebnisse von echten Teilnehmenden sind das beste Marketing, das du je haben wirst.

Weil die Videos auf YouTube oder Vimeo liegen, ist das Aktualisieren einer Lektion ganz einfach: bessere Version aufnehmen, Link austauschen. Alle bisherigen Teilnehmenden bekommen die Verbesserung automatisch.

Typische Fehler (damit du sie dir sparen kannst)

Zu lang. Noch nie hat sich jemand beschwert, dass ihn ein Kurs zu schnell ans Ziel gebracht hat.

Warten, bis es perfekt ist. Wird es nicht. Bring die nützliche Version raus und verbessere sie danach.

Bauen, bevor du es getestet hast. Bevor du 20 Lektionen aufnimmst, stell sicher, dass die Leute das wollen. Eine Warteliste, ein Vorverkauf oder auch nur eine Story-Umfrage helfen. Manche verkaufen vorab mit Rabatt, bevor sie irgendetwas aufnehmen, und bauen den Kurs dann mit dem Feedback der ersten Teilnehmenden.

Mehr für Tools ausgeben, als du verdienst. Man gibt ganz schnell 150 Euro im Monat für eine Kursplattform, 50 für ein E-Mail-Tool und 30 für ein Buchungstool aus, bevor man ein einziges Exemplar verkauft hat. Fang schlank an und hol dir neue Tools erst, wenn es einen echten Grund gibt.

Ihn verstecken. Wenn dein Kurs auf deiner Seite an vierter Stelle unter drei zufälligen Links steht, verkauft er sich nicht. Stell ihn dahin, wo man ihn sieht.

Kurz zu den Gebühren

Es lohnt sich, kurz hinzuschauen, was du pro Verkauf wirklich zahlst – das summiert sich mit der Zeit.

Bei Lynq gehen die Zahlungen direkt auf dein Stripe-Konto, und es fällt die übliche Stripe-Gebühr für die Zahlungsabwicklung an (wie bei praktisch jeder Plattform). Dazu nimmt Lynq im Free-Plan eine kleine Plattformgebühr und im Pro-Plan 0 %. Wenn du regelmässig verkaufst, rechnet sich Pro schnell: Ab etwa 215 $ Umsatz im Monat (drei Kursverkäufe à 79 $) kosten dich die Gebühren im Free-Plan mehr als Pro.

Die Kurzfassung

Falls du bis hierher gescrollt hast, um die Zusammenfassung zu finden – hier ist sie:

  1. Finde das Thema, nach dem du schon gefragt wirst.
  2. Grenz es auf eine Person und ein Ergebnis ein.
  3. Plane 3–6 Module rückwärts vom Ergebnis aus.
  4. Nimm kurze Lektionen mit gutem Ton und Fensterlicht auf.
  5. Hoste die Videos auf YouTube (nicht gelistet), Vimeo oder Loom.
  6. Ergänze Notizen und Material, damit der Kurs komplett wirkt.
  7. Preis nach Ergebnis, nicht nach Laufzeit. Nimm den höheren Preis.
  8. Stell ihn auf deinen Link in der Bio und launche ihn eine Woche lang.
  9. Rede auch nach dem Launch weiter darüber.
  10. Verbessere ihn mit echtem Feedback.

Die meisten, die einen Kurs machen wollen, machen nie einen. Und das liegt selten daran, dass sie zu wenig wissen. Es liegt daran, dass sich das Ganze grösser anfühlt, als es sein muss. Muss es aber nicht. Nimm die kleinste nützliche Version und bring sie raus.


Bereit für deinen Kurs? Erstelle deine kostenlose Lynq-Seite, leg deinen ersten Kurs an und verkaufe ihn direkt aus deiner Bio. Mit Pro behältst du 100 % jedes Verkaufs (abzüglich der Stripe-Gebühr). Du weisst noch nicht, was du verkaufen sollst? Dann starte mit unserem Guide zum Verkauf digitaler Produkte aus deiner Bio.

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