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Aus der Bio verkaufen in der Schweiz, Deutschland und Österreich: Der praktische Guide

Digitale Produkte, Kurse und Termine direkt aus deiner Link-in-Bio verkaufen – mit CHF oder Euro, Impressum, Mehrwertsteuer und allem, was Creator im DACH-Raum wirklich wissen müssen.

DACHMonetarisierungAnleitung

Fast alle Guides zum Thema „aus der Bio verkaufen" sind auf Englisch und für den US-Markt geschrieben. Preise in Dollar, keine Mehrwertsteuer, kein Impressum, kein Wort darüber, wie man als Selbstständige in Zürich, Wien oder Köln eigentlich korrekt verkauft.

Dieser Guide ist für dich, wenn du im DACH-Raum lebst und mit deinem Content Geld verdienen willst – mit Templates, E-Books, Online-Kursen, Coachings oder Mitgliedschaften. Wir gehen durch, was du verkaufen kannst, wie du Preise in CHF oder Euro setzt, was rechtlich wichtig ist und wie du in einem Nachmittag startklar bist.

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Das hier ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest. Für deine konkrete Situation sprich bitte mit einer Steuerberaterin oder einem Treuhänder.

Warum gerade aus der Bio verkaufen?

Deine Follower klicken jeden Tag auf deinen Link in der Bio. Das ist der Ort, an dem aus „Ich schaue gern deine Videos" ein „Ich will mehr davon" wird.

Wenn du sie von dort auf einen separaten Shop, eine Kursplattform und noch ein Buchungstool schickst, verlierst du bei jedem Schritt Leute. Wenn sie dagegen direkt auf deiner Seite kaufen, buchen oder sich anmelden können, ist der Weg kurz – und genau das macht den Unterschied.

Was du verkaufen kannst

Digitale Produkte sind für Creator ideal: kein Lager, kein Versand, fast 100 % Marge. Gute erste Ideen:

  • Templates & Vorlagen – Notion-Setups, Excel- oder Google-Sheets-Vorlagen, Canva-Designs
  • E-Books & Guides – das, was du in deinen DMs immer wieder erklärst
  • Presets & Assets – Lightroom-Presets, LUTs, Sound-Packs
  • Online-Kurse – kurz und fokussiert, z. B. „In 90 Minuten zu besseren Produktfotos"
  • 1:1-Termine – Coaching, Beratung, Portfolio-Reviews, Trainingspläne
  • Mitgliedschaften – monatliche Inhalte, eine private Community, Live-Q&As

Fang mit einem Produkt an, das ein konkretes Problem löst. Ein gutes Produkt schlägt zehn halbfertige.

CHF oder Euro?

Klingt banal, macht aber einen Unterschied: Verkaufe in der Währung deiner Käuferinnen und Käufer.

  • Ist dein Publikum überwiegend in der Schweiz, setz deine Preise in CHF. Ein Preis von „CHF 39" wirkt vertraut, „$44.99" wirkt nach Ausland und Umrechnung.
  • Ist dein Publikum überwiegend in Deutschland oder Österreich, nimm Euro.
  • Gemischtes Publikum? Entscheide dich für die Währung der Mehrheit. Wo deine Besucher herkommen, siehst du in deinen Analytics.

In Lynq kannst du für jedes Produkt, jeden Kurs, jede Mitgliedschaft und jeden Termin die Währung einzeln wählen – unter anderem CHF, EUR, USD und GBP. Die Auszahlung läuft über dein eigenes Stripe-Konto direkt auf dein Bankkonto.

Runde Preise funktionieren

Im DACH-Raum wirken krumme „Psychopreise" wie 47.97 schnell nach Teleshopping. Runde Zahlen wie CHF 29, € 49 oder CHF 120 sind völlig in Ordnung und wirken oft sogar vertrauenswürdiger.

Das Impressum: in Deutschland und Österreich Pflicht

Hier unterscheidet sich der DACH-Raum deutlich von den USA: Wer in Deutschland oder Österreich geschäftsmässig online auftritt, braucht in aller Regel ein Impressum – und sobald du etwas verkaufst, bist du geschäftsmässig unterwegs.

Ins Impressum gehören typischerweise unter anderem dein Name, eine ladungsfähige Anschrift und eine Kontaktmöglichkeit (E-Mail). Je nach Situation kommen weitere Angaben dazu, zum Beispiel eine Umsatzsteuer-ID. In der Schweiz gibt es ebenfalls Pflichten zur Anbieterkennzeichnung im Onlinehandel.

Praktisch umsetzen:

  • Erstelle eine einfache Impressum-Seite – auf deiner eigenen Website oder als öffentliche Seite, z. B. in Notion.
  • Füge sie in Lynq als Link mit dem Titel „Impressum" hinzu, gut auffindbar auf deiner Seite.
  • Am besten gleich daneben: ein Link zu deiner Datenschutzerklärung.

Impressum-Generatoren helfen beim Formulieren. Wenn du unsicher bist, lass es kurz prüfen – Abmahnungen wegen fehlender Angaben sind ärgerlich und vermeidbar.

Mehrwertsteuer: Wann musst du dich darum kümmern?

Das ist die Frage, die DACH-Creator am meisten verunsichert. Hier eine Orientierung (Stand 2026 – bitte die aktuellen Grenzen bei deiner Steuerverwaltung prüfen):

Schweiz: Die Mehrwertsteuerpflicht beginnt in der Regel erst ab CHF 100'000 Umsatz pro Jahr. Die meisten Creator, die gerade anfangen, liegen weit darunter.

Deutschland: Mit der Kleinunternehmerregelung musst du keine Umsatzsteuer ausweisen, solange dein Nettoumsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet. Wird die 100.000-€-Grenze im laufenden Jahr überschritten, gilt die Umsatzsteuerpflicht ab diesem Umsatz sofort.

Österreich: Auch hier gibt es eine Kleinunternehmerregelung, mit einer Umsatzgrenze von 55.000 € brutto pro Jahr (seit 2025).

Übersicht der Mehrwertsteuer-Grenzen, Stand 2026: Schweiz CHF 100 000 Jahresumsatz, Deutschland 25 000 Euro Vorjahresumsatz für die Kleinunternehmerregelung, Österreich 55 000 Euro Jahresumsatz.

Verkäufe ins EU-Ausland: Bei digitalen Produkten an Privatpersonen in anderen EU-Ländern gelten besondere Regeln (Stichwort: OSS-Verfahren). Sobald du nennenswert ins EU-Ausland verkaufst, solltest du das mit einer Fachperson klären.

Wichtig: Lynq berechnet keine Mehrwertsteuer automatisch. Wenn du mehrwertsteuerpflichtig bist, musst du das bei deinen Preisen berücksichtigen und korrekt abrechnen. Deine Verkäufe findest du übersichtlich im Sales-Bereich von Lynq und in deinem Stripe-Dashboard – das macht die Buchhaltung deutlich einfacher.

Belege und Buchhaltung

Auch wenn du (noch) keine Mehrwertsteuer abrechnest, sind deine Einnahmen Einkommen und gehören in die Steuererklärung. Ein paar Tipps:

  • Exportiere regelmässig deine Verkäufe aus Stripe (z. B. monatlich).
  • Trenne private und geschäftliche Finanzen – ein separates Konto lohnt sich früh.
  • Sammle Ausgaben, die du absetzen kannst: Software, Equipment, Kurse.

Datenschutz: Was du über deine Käufer wissen solltest

Wenn Leute bei dir kaufen, sich für deinen Newsletter anmelden oder einen Termin buchen, verarbeitest du ihre Daten – zum Beispiel Name und E-Mail-Adresse. Im DACH-Raum (DSGVO in der EU, DSG in der Schweiz) heisst das:

  • Hab eine Datenschutzerklärung und verlinke sie auf deiner Seite.
  • Schick nur Newsletter an Leute, die zugestimmt haben. Käufer sind nicht automatisch Newsletter-Abonnenten im rechtlichen Sinn. Biete den Newsletter klar als Option an.
  • Nutze Tools, die sauber mit Daten umgehen.

In einem Nachmittag startklar: so geht's mit Lynq

  1. Konto erstellen und deine Seite einrichten: Profilbild, kurze Bio, deine wichtigsten Links.
  2. Auszahlungen verbinden. Lynq nutzt Stripe Connect. Die Einrichtung dauert etwa zehn Minuten – halte einen Ausweis und deine Bankverbindung (IBAN) bereit. Das Geld geht direkt auf dein eigenes Stripe-Konto.
  3. Impressum und Datenschutz verlinken – siehe oben.
  4. Dein erstes Angebot erstellen: ein digitales Produkt, einen Kurs, einen Termin oder eine Mitgliedschaft. Wähle CHF oder Euro.
  5. Seite anordnen: Dein wichtigstes Angebot gehört ganz nach oben.
  6. Bekannt machen: Erzähl deiner Community in einem Post und in deinen Stories davon und pinne den Beitrag.

Deine Käufer bezahlen bequem per Karte, Apple Pay oder Google Pay. Nach dem Kauf erhalten sie sofort Zugriff auf ihr Produkt und eine Bestätigung per E-Mail – und landen automatisch in deiner Abonnentenliste.

Was kostet das?

Bei Lynq kannst du kostenlos starten. Im Free-Plan fällt pro Verkauf eine kleine Plattformgebühr an. Mit Pro zahlst du 0 % Plattformgebühr auf deine Verkäufe – du behältst also alles (abzüglich der üblichen Stripe-Gebühr für die Zahlungsabwicklung, die bei jeder Plattform anfällt).

Sobald du regelmässig verkaufst, rechnet sich Pro meist schon nach wenigen Verkäufen im Monat.

Häufige Fehler, die du vermeiden kannst

Kein Impressum. Gerade in Deutschland und Österreich ein unnötiges Risiko.

Preise in Dollar für ein Schweizer Publikum. Verkaufe in der Währung deiner Käufer.

Steuern ignorieren, bis es zu spät ist. Behalte deine Umsätze im Blick und hol dir frühzeitig Rat, wenn du wächst.

Auf das perfekte Produkt warten. Starte mit dem nützlichen. Verbessern kannst du es immer noch.

Zu viele Tools. Ein Shop hier, eine Kursplattform da, ein Buchungstool dort – das kostet Geld und Nerven. Fang schlank an.

Kurz zusammengefasst

  1. Wähle ein Produkt, das ein konkretes Problem deiner Community löst.
  2. Setz den Preis in CHF oder Euro – passend zu deinem Publikum.
  3. Verlinke Impressum und Datenschutzerklärung.
  4. Behalte die Mehrwertsteuergrenzen im Blick.
  5. Verbinde deine Auszahlungen und stell dein Angebot auf deine Seite.
  6. Erzähl deiner Community davon – nicht nur einmal.

Im DACH-Raum zu verkaufen ist nicht komplizierter als anderswo. Man muss nur ein paar Dinge wissen, die in den englischen Guides fehlen. Jetzt weisst du sie.


Bereit? Erstelle deine kostenlose Lynq-Seite und verkaufe direkt aus deiner Bio – in CHF oder Euro. Mehr Infos auf Deutsch findest du auf unserer deutschen Startseite.

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